Nein dass kann ich mir nicht vorstellen und mag ich auch nicht ! 5 tage ohne mein OSC geht garnicht !!!! da würde ich vor Sehnsucht sterben weil ich bin süchtig nach OSC.........
Unterhaltung
Buchrezension: Saeculum
(07.11.11, 11:11 Uhr) Eine Gruppe junger Mittelalter-Fans begibt sich auf eine Convention: fünf Tage leben wie im Mittelalter. Es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt: Das nächste Dorf ist kilometerweit entfernt, Strom gibt es nicht, Handys sind verboten, und die Kleidung muss natürlich auch den alten Zeiten entsprechen. Die Hauptperson Bastian ist eigentlich kein Fan solcher Veranstaltungen, doch seiner neuen Freundin Sandra zuliebe kommt er mit.

Als jedoch bekannt wird, wo es hingeht, wird es unheimlich. Der Wald soll verflucht sein. Und tatsächlich wird am ersten Tag eine Prophezeiung gefunden, die von einem toten Fürsten zu kommen scheint. Über die Tage werden immer mehr solcher Nachrichten gefunden, und sie bewahrheiten sich alle. Teilnehmer der Convention werden krank oder verschwinden, das Essen wird von Maden zerfressen, Gräber öffnen sich, und Fluchtversuche scheitern. Dann sitzen sie alle in der Falle.
Der Fluch scheint unaufhaltsam. Angst und Schrecken setzen der Gruppe so zu, dass sie selbst vor einem Mord in den eigenen Reihen nicht zurückscheut. Denn die letzte Prophezeiung verlangt nach einem Opfer. Nicht nach irgendeinem: Es ist das Leben von Bastian, welches beendet werden soll. Dieser glaubt jedoch nicht an Bestimmungen eines Toten und hat das Gefühl: Jemand spielt mit ihnen ein tödliches Spiel. Doch wenn es so sein sollte, wie schafft derjenige es, dass sich alles so zuträgt wie vorherbestimmt?
Eins ist klar: Die Lust auf Zelten im Wald ist einem nach diesem Buch gehörig vergangen. Von der ersten Seite an baut sich die Spannung auf, und bereits nach wenigen Seiten kommt der Leser kaum noch zu Atem. Die Sympathie zu den verschiedenen Charakteren und die Unvorhersehbarkeit unterhalten den Leser in besonderem Maße. Realität und Mystik vermischen sich zu einem absoluten Lesevergnügen. In dem ganzen Roman gibt es Überraschungsmomente, doch vor allem der Schluss hat es in sich.
Inmitten der Spannung entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die jedoch nicht im Vordergrund steht und sich prima in die Geschichte einfügt. Ursula Poznanski versteht es, dramaturgische Mittel und Sprache so einzusetzen, dass der Leser förmlich in das Rollenspiel gesogen wird. Die österreichische Autorin trifft den Nerv... Fragen und keine Antworten, dann Antworten, die keine sind, ein Wechselbad von Wissen und Unwissen, von Vermutungen und Verwerfungen machen diesen Thriller zum reinsten Nervenkitzel.
Das Cover des Buches gibt die Bedrohlichkeit wieder, die einen in dem Buch erwartet. Simple Schwarz-Weiß Optik, die eine beklemmende Vorahnung heraufbeschwört: Dieser Thriller wird kein Spaziergang.
Frei nach dem Motto: Es packt dich, es fesselt dich, und es lässt dich nicht mehr los.
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